Hani Mojtahedy

Hani Mojtahedy ist eine bekannte Sängerin aus der iranisch-kurdischen Stadt Sanandaj. In ihrer Kindheit veranstaltete ihre Familie jeden Freitag musikalische Abende, bei denen sufistisches Liedgut und der Einsatz der Rahmentrommel (Daf) eine sehr bedeutende Rolle spielten. Der ständige Kontakt mit Musiker:innen und traditionellem Liedgut erwies sich als prägend für ihren späteren Werdegang. Im Jahr 2000 begann Hani Mojtahedy traditionelle persische Musik zu studieren und startete ihre Karriere als Sängerin. Ihr künstlerischer Weg war von Anfang an von dem Willen geprägt, als unabhängige Sängerin einen neuen und unverstellten Blick auf die lokale Musikkultur zu bieten. Als Sängerin im Iran stellte sie das vor große Herausforderungen. Aufgrund der strengen religiösen Auflagen gab sie vorerst nur kleine Konzerte für ein rein weibliches Publikum. Doch auch dabei stieß sie sehr schnell an die Grenzen ihrer künstlerischen Entwicklung und persönlichen Freiheit.

2004 löste sich Hani Mojtahedy von diesen Fesseln und zog nach Berlin. Seitdem hat sie zwei Alben und mehr als 20 Singles produziert. In zahlreichen Live-Auftritten auf Konzerten, TV-Shows und Festivals präsentierte sie eigene und traditionelle Lieder, in denen sie persische Melodien mit kurdischen Liedtexten zu einer Synthese verband. Hani Mojtahedy arbeitete mit Vertreter:innen traditioneller Musik ebenso zusammen wie mit Rockmusikern und auch dem Tschechischen Nationalorchester für die kurdische Symphonie „Peshmerga“, komponiert von Dilshad Said. Die Verbindung zu ihren Wurzeln spielte dabei immer eine bedeutende Rolle. Aus diesem Grund nimmt die Sängerin auch regelmäßig an Musikprojekten in den kurdischen Regionen teil. 2016 besuchte sie kurdische Flüchtlingscamps an der Grenze zu Syrien und Türkei und gab 2017 in Deutschland und Schweden Benefiz-Konzerte für die Opfer des großen Erdbebens an der irakisch-iranischen Grenze.

Im Jahr 2018 kooperierte Hani Mojtahedy in verschiedenen Projekten mit dem Bundesjugendballett, mit dem Babylon Orchestra Berlin und der Deutschen Oper Berlin. Die „Middle East Sustainable Peace Organization“ (MESPO) ernannte sie bei ihrem Auftritt auf dem „Kurdistan International Peace Carnival“ in Sulaymaniya zum „Friedenssymbol im Mittleren Osten“. In den kurdischen Gebieten des Irans, Iraks, Syriens und der Türkei genießt Hani Mojtahedy eine große Bekanntheit. Dabei spielen ihre künstlerische Integrität und das Interesse an einer musikalischen Entwicklung fernab des Kommerzgedankens eine wichtige Rolle.

Nun steht das Projekt MANG – kurdisch für Mond – in den Startlöchern und soll einen Wendepunkt in ihrer Karriere markieren, hin zur modernen Klangkunst und einem internationalen Publikum. Der Anspruch ist nicht weniger als die Synthese ihrer eigenen Geschichte und der von ihr gelebten Musiktradition mit modernen, internationalen und vor allem technologisch innovativen Ansätzen, für die Berlin eine große Bühne darstellt. Eigens dafür gibt Hani Mojtahedy nun am 15. Dezember 2021 ein exklusives Online-Konzert, um ihre neue Musik der Öffentlichkeit zu präsentieren und ihr Album vorzustellen, das am nächsten Tag erscheint.

 

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