Während der Regierende Bürgermeister und die Innensenatorin am morgigen Dienstag ihre Pläne für Olympia präzisieren, verdeutlicht der Verein „Global Goals für Berlin e.V.“, dass die Stadt jetzt vor einer historischen Weichenstellung steht. Die EXPO 2035 ist nicht nur das wirkungsvollste Projekt für die Stadtgesellschaft in den nächsten Jahrzehnten, sondern geopolitisch die einzige Bewerbung, die Berlin fast sicher gewinnen kann. Mit einem konkreten Kaufangebot für das Tegel-Gelände und Investitionen von bis zu 6 Milliarden Euro sowie einem Wirtschaftswachstum für die Region von mindestens 10 Mrd. Euro, bietet der Verein dem Senat seit Monaten die Lösung zur gemeinsamen Zukunftsfähigkeit aus einem breiten Bündnis der Stadtgesellschaft an.
Der Senat möchte morgen voraussichtlich auf emotionale Bilder und Symbole setzt, bleibt das Kernproblem ungelöst: Berlin verfügt aktuell über kein demokratisches Mandat durch einen Volksentscheid und keine Finanzierung für den massiven Infrastrukturstau. Die EXPO 2035 ist der einzige Weg, diese Lücke zu schließen.
„Ringe um das Brandenburger Tor reichen nicht aus, um den DOSB oder das IOC zu überzeugen“, erklärt Daniel-Jan Girl, Vorstand des Vereins. „Der DOSB braucht am 26. September Sicherheit. Die EXPO 2035 bietet diese Sicherheit: Sie transformiert Berlin durch ein Beschleunigungsgesetz und die Umsetzung der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) zur funktionierenden Modellstadt. Nur die EXPO schafft durch die langfristige Einbindung der Bürger und die Transformation zur funktionierenden Modellstadt die soziale Basis, die für Olympia fehlt. Während Olympia für ein paar Tage bestehende Sportstätten nutzt, baut die EXPO die Stadt der Zukunft erst auf. Wer Olympia wirklich will, muss die EXPO vorschalten.“
Die Chancen für Berlin, den Zuschlag für die Weltausstellung 2035 zu erhalten, sind so hoch wie nie zuvor. Anders als bei Olympia gibt es keine innerdeutsche Konkurrenz. Nach den EXPOs in Asien (Osaka 2025) und dem Mittleren Osten kann nun wiederum die westliche Hemisphäre (Europa, Afrika oder Amerika) an der Reihe sein. Da bisher außer Miami (USA) keine weitere Bewerbungsabsicht vorliegt und keine weitere europäische Stadt Ambitionen zeigt, wäre Berlin der logische Favorit. Berlin muss nur „Ja“ sagen, um zu gewinnen. Die Bundesregierung benötigt jetzt die Entscheidung, um noch vor der Sommerpause die notwendige Prüfung durchführen zu können. Das Bewerbungsfenster ist seit dem 1. Mai 2026 geöffnet.
Milliarden-Gewinn statt Haushaltsrisiko
Im Gegensatz zu Olympischen Spielen, ist die EXPO 2035 auch noch als Renditeprojekt für Berlin konzipiert. „Die EXPO liefert Begeisterung, Einbindung, notwendige Veränderung und wirtschaftliche Einnahmen ohne staatliche Subventionen“, so der Verein weiter. Durch private Investitionen und das innovative Finanzierungsmodell refinanziert sich die Weltausstellung nicht nur selbst, sondern erwirtschaftet Überschüsse, die direkt in die Berliner Stadtentwicklung fließen (siehe EXPO Osaka 2025 und EXPO 2035 Businessplan von PwC und IBB).
Ganz Berlin eine Weltausstellung: Sonderinnovationszone durch Beschleunigungsgesetz
Die EXPO 2035 ist ein Projekt der Berliner für Berliner. Kern der Bewerbung ist ein vorgeschlagenes EXPO-Beschleunigungsgesetz. Damit wird ganz Berlin zur Sonderinnovationszone. Alle Projekte der Stadtgesellschaft, die nachweislich auf die Erreichung der SDGs bis 2035 einzahlen, erhalten Vorrang bei Genehmigungen und Planungsverfahren. „Wir machen Berlin zum weltweiten Vorbild. Die EXPO ist nicht nur eine Ausstellung von Pavillons, sondern die Fähigkeit einer ganzen Stadtgesellschaft, die Zukunft selbst zu erschaffen“, erklärt Daniel-Jan Girl, Vorstand des Vereins. „Die ersten EXPO-Kiez Pavillons entstehen in Kürze in der ganzen Stadt.“
Drei potenzielle EXPO-Hauptgelände: Konkretes Angebot für Tegel (TXL)
Nach Gesprächen mit der Tegel Projekt GmbH, wird der Verein durch die EXPO 2035 Berlin GmbH in Kürze dem Aufsichtsrat der Tegel Projekt GmbH ein konkretes Kauf- und Pachtangebot für die benötigten Flächen vorlegen.
- Investitionskraft: Die EXPO garantiert zusätzlich 3 bis 4 Milliarden Euro für die notwendige Infrastruktur des Standorts und seiner Anbindung.
- Realitätscheck: Entgegen einzelner politischer Darstellungen gibt es für die „Urban Tech Republic“ (UTR) bis heute keine rechtskräftigen Verträge oder Absichtserklärungen mit privaten Investoren. Die EXPO hingegen wird in Kürze den ersten internationalen Ankermieter vorstellen.
- Sicherung der Planung: Das Angebot respektiert alle vorhandenen Pläne für das Schumacher-Quartier und kleinere Entwicklungen wie einem möglichen Umspannwerk und ersten perspektivischen Mietern. Der Verein steht mit der BHT seit Jahren im Austausch. Die EXPO-Pläne liegen außerhalb der bekannten Bundeswehrflächen, könnten aber auch bei Bedarf integrativer Bestandteil werden. Die EXPO ist der Turbo für Tegel, kein Hindernis.
Transparenz und Transformation
Die Kosten und Chancen der EXPO 2035 Berlin sind eindeutig.
- Sonderinnovationszone: Durch ein Beschleunigungsgesetz wird ganz Berlin zur Zone für Fortschritt, um die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) bis 2035 zu erreichen.
- Modellstadt Berlin, Wertschöpfung vor Ort: Die Weltausstellung findet in der ganzen Stadt statt. Arbeitsplätze, Gelder und Innovationen bleiben dauerhaft hier.
- Flächenvielfalt: Neben Tegel stehen der CleanTech Business Park Marzahn (120 ha) und Flächen am BER als Kerngelände bereit.
- Geringeres Risiko: Bei deutlich geringeren Kosten und kleineren Risiken bietet die EXPO einen nachhaltigen Nutzen, der Jahrzehnte über das Jahr 2035 hinausstrahlt.
Wunsch der Politik erfüllt, Verantwortung übernommen: Mit dem Global Goals für Berlin e.V. hat sich ein in dieser Breite beispielloser Zusammenschluss der Stadtgesellschaft formiert, um die Entwicklung Berlins aktiv voranzutreiben. Die geforderte EXPO 2035 markiert dabei das Zielbild eines notwendigen Erneuerungsprozesses: Sie ist der Motor, um Berlin in allen Lebensbereichen als innovative und nachhaltige Weltmetropole neu zu positionieren.
Appell an den Regierenden Bürgermeister:
Wenn der Regierende Bürgermeister nun wirklich „Ja“ zu Olympia sagen will, dann muss er jetzt auch „Ja“ zur EXPO sagen und handeln. Die Blockadehaltung von einigen ganz wenigen Einzelpersonen vor der Wahl, darf nicht länger die Zukunft der gesamten Metropole gefährden. Vor der Wahl zum Abgeordnetenhaus im Herbst hat jetzt der Regierende die Wahl: Die sicherste Bewerbung aller Zeiten oder die hohe Wahrscheinlichkeit eines Totalverlusts.
Für weitere Informationen:
Mareen Eichinger | macheete
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