Akt Ando im Interview: „Wir möchten so lange wie möglich gemeinsam Konzerte spielen“

Vor drei Jahren gründete der Komponist und Arrangeur Jérôme Gloppe die Band Akt Ando mit Musikern aus der ganzen Welt. Ihre Passion sind Live-Konzerte, bei denen sie ihre Leidenschaft für die Musik frei entfalten können, um Frieden und Menschlichkeit auf die Bühne zu bringen. Im Interview haben uns die Musiker verraten, wie sie auf die Idee gekommen sind, HipHop, Jazz und Latin-Music miteinander zu kombinieren und dass sie gerade in der Planung für neue Konzerte stecken.

 

Ihr kommt alle aus unterschiedlichen Teilen der Welt, aus der Schweiz, Venezuela, Griechenland, Kolumbien, England und Serbien. Wie habt ihr euch kennengelernt?

Akt Ando: Wir würden gerne sagen, dass wir uns durch die gemeinsame Liebe zur Musik getroffen haben. Aber in Wahrheit haben wir uns erst bei unserer ersten Tour alle offiziell kennengelernt. Jérôme Gloppe hatte großartige und engagierte Musiker zusammengetrommelt. Bei unserem ersten Treffen war es gleich unbestreitbar, dass es sich wie eine Familie anfühlte. Wir sind derzeit in Genf, in der Schweiz ansässig, wo erstaunlich viele Nationalitäten zusammenkommen. Das war also die perfekte Gelegenheit, Menschen aus der gesamten Welt zusammenzubringen. Außerdem haben die meisten von uns eine doppelte Staatsangehörigkeit, einschließlich der Schweizer.

Akt Ando gibt es jetzt seit 2016. Was hat dazu geführt, dass ihr zusammen eine Band gegründet habt?

Akt Ando: Unser erstes Album „Son Asi“ haben wir in Kolumbien aufgenommen und hatten damals noch eine andere Besetzung. Da es unser erstes Projekt war, haben wir uns mehr an Jazz und Latin-Jazz orientiert. Wir arbeiteten mit verschiedenen Musikern zusammen, waren aber in dem Sinne noch keine Band. Bei unserem zweiten Album „Earth“ wurden unsere Kompositionen HipHop-lastiger und wir luden einige Musiker aus Kolumbien ein, mit uns zu arbeiten. Bei den Aufnahmen merkten wir dann, dass wir zusammen etwas Einzigartiges erschaffen können.

Wie ist der Name Akt Ando entstanden?

Akt Ando: Akt Ando ist eine Ableitung aus zwei verschiedenen Worten. Das erste Wort „Akt“ ist eine Kürzung des Wortes „aktiv“. „Ando“ steht im Spanischen für die Endung „-ing“ im Englischen. Zunächst sollte uns die Aussage daran erinnern, dass wir als Musiker immer aktiv und kreativ bleiben müssen. Schließlich haben wir die Idee auch als Namen der Band verwendet, da das Konzept dahinter so allumfassend ist wie die Musik, die Akt Ando kreiert.

Mit Latin Music, Jazz und HipHop vereint ihr sehr unterschiedliche Musikrichtungen. Wie seid ihr auf die Idee gekommen, die Genres miteinander zu kombinieren?

Akt Ando: Unser Komponist und Pianist Jérôme Gloppe lebte für sein Musikstudium in Europa und in Bogota, Kolumbien. Seine Wurzeln liegen im klassischen Jazz. Branko, unser Co-Produzent und Sänger hat seine Wurzeln im HipHop und unser musikalischer Leiter und Saxofonist Juan Felipe Cardenas hat seine Wurzeln in der Latin- und Salsamusik. Nachdem wir herausgefunden hatten, wie wir unsere Stile miteinander kombinieren können, fühlte sich alles sehr natürlich an. Auch die Verwendung elektronischer Instrumente hat unserem Klang eine neue Farbe verliehen, die wir sehr mögen.

Euer zweites Album „Earth“ ist im letzten Jahr erschienen. Habt ihr schon neue Musik in Planung?

Akt Ando: Momentan konzentrieren wir uns auf Showtermine und Touren, aber wir arbeiten immer an neuer Musik. Und wenn die Zeit reif ist, würden wir gerne eine Zusammenstellung bisher noch unveröffentlichter Songs machen.

Eure Passion sind Live-Auftritte. Welcher Auftritt ist euch am meisten im Gedächtnis hängen geblieben oder hat euch besonders beeindruckt?

Akt Ando: Wir möchten jeden unserer Auftritte so unvergesslich und lebhaft wie möglich gestalten. Für uns halten deshalb alle Shows großartige Momente und Erinnerungen bereit. Den größten Einfluss hatte aber unser erster gemeinsamer Auftritt. Es war der ultimative Test für unser Potenzial. Einige der Musiker sind an diesem Tag erst eingeflogen und wir haben sie zum ersten Mal kennengelernt. Die Bedingungen auf dem Festival waren denkbar schlecht und das Wetter war nicht auf unserer Seite. Aber als wir auf die Bühne gingen und anfangen haben zu spielen, war unsere Energie so anziehend, dass die Menschen aus ihren Zelten in den Regen kamen und unserer Musik zuhörten. Das hat uns wirklich beeindruckt und ist wahrscheinlich auch der Grund, warum wir immer so viel Mühe in unsere Live-Auftritte stecken.

Habt ihr einen Wunsch, wo ihr in der Zukunft gerne mal auftreten würdet?

Akt Ando: Natürlich wollen wir irgendwann auch einmal in großen Arenen auftreten. Aber im Moment ist unser Traum, einfach so lange wie möglich gemeinsam Konzerte zu spielen und auf der Bühne sein zu können.

Die letzten Worte gehören euch…

Akt Ando: Wir sind ständig auf der Suche nach neuen Konzerten und Veranstaltungsorten. Wir freuen uns über jedes Angebot dieser Art. Sendet uns dazu gerne eine Nachricht über unsere Webseite www.aktando.com.

– Ende

Nächste Konzerte von Akt Ando:
20.03.2020, Festival “Rock The Pistes”, Morgin (VS, Schweiz)
28.03.2020, “Undertown“, Meyrin (GE, Schweiz)

 

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Luisa Ney | macheete
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