DEUTSCHER JAZZPREIS 2026: Vorstellung der Fach- und Sonderjury – Preisverleihung am 25. April in Bremen

Der Deutsche Jazzpreis geht 2026 in seine sechste Ausgabe. Als zentrale Plattform für zeitgenössischen Jazz und improvisierte Musik macht er künstlerische Positionen sichtbar, die Jazz als gegenwartsbezogene, gesellschaftlich relevante Kunstform verstehen. Realisiert von der Initiative Musik würdigt der Preis diese Positionen und trägt dazu bei, aktuelle Entwicklungen, Perspektiven und Arbeitsrealitäten der Szene öffentlich einzuordnen und zugänglich zu machen.

Die Preisverleihung findet am 25. April 2026 im Congress Centrum Bremen statt, eingebettet in die jazzahead!, das internationale Branchentreffen der Jazzszene.

25 hochkarätige Expert:innen in der Fachjury und fünf weitere in der Sonderjury
Über die Auswahl der Nominierten aus annähernd 1.200 Einreichungen entscheidet eine 25-köpfige Fachjury. Sie setzt sich aus Persönlichkeiten der Jazz- und improvisierten Musikszene zusammen, die den Jazz aus unterschiedlichen Perspektiven begleiten und mitgestalten.

Als unabhängiges Gremium vereint die Fachjury Expert:innen aus den Bereichen künstlerische Praxis, Labels und Verlage, Clubs und Festivals, Management und Agenturen sowie Journalismus und Medien. Gemeinsam bilden sie die Vielfalt und Dynamik der Szene ab und bringen Erfahrung, Neugier und ein hohes Maß an Verantwortung in den Auswahlprozess ein.

Ergänzend zur Fachjury entscheidet eine fünfköpfige Sonderjury über die Kategorie Komposition/Arrangement des Jahres. Sie bringt spezifische künstlerische Perspektiven in den Auswahlprozess ein und ergänzt die Fachjury um zusätzliche Erfahrungs- und Sichtweisen.

„Der Deutsche Jazzpreis hat sich seit seiner Einführung 2021 als wichtige nationale und internationale Auszeichnung etabliert. In seinen 22 Kategorien zeigt er die herausragende Vielfalt und das Spektrum der nationalen und internationalen Jazz- und Improvisationsmusik von orchestralen Großensembles bis zu kammermusikalischen Formationen und experimentellen Klangerkundungen. Aber auch die enorme Leistung, die hinter der Musik steht: Die Produktion durch Labels, Clubs und Festivals sowie die Musikvermittlung durch journalistische Arbeit. Das Preisgeld für die Gewinner:innen wie auch für die Nominierten fördert neue Projekte. Im Sinne der Inklusion und Nachhaltigkeit ist der Preis auf Gender-Parität und Diversität bedacht und zeigt damit gesellschaftlichen Respekt und Sichtbarkeit. Als Journalistin sehe ich den Preis als kulturelle Wertschätzung für den Jazz und wichtige Auszeichnung der künstlerischen Arbeit und emotionalen Hingabe, die hinter jeder kreativen Leistung steckt.”
Maxi Broecking, Mitglied der Fachjury

„Als jemand, der schon sein ganzes Leben lang mit vielen der besten deutschen Musiker zweier Generationen aus Ost und West als Performer, Kurator und Komponist zu tun hat, finde ich, dass der Deutsche Jazzpreis die internationale Sichtbarkeit der lebendigen und immer vielfältigeren deutschen Musikszene erhöht und gleichzeitig zeigt, wie wichtig es ist, innovative Musikszenen zu fördern und mutige Künstler nicht nur in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt zusammenzubringen.”
George Lewis, Mitglied der Fachjury

Über die 21 Preisträger:innen der weiteren Kategorien entscheidet eine 17-köpfige Hauptjury, die zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben wird.

Auszeichnungen in 22 Kategorien
Der Deutsche Jazzpreis wird in insgesamt 22 Kategorien vergeben und ist auch in diesem Jahr mit 12.000 Euro dotiert. Ausgezeichnet werden künstlerische Leistungen, Aufnahmen und Produktionen, Live-Formate sowie Kompositionen und Arrangements, ergänzt durch Sonderpreise für journalistische Leistungen, Musikvermittlung und das Lebenswerk.

Der Preis versteht sich dabei nicht nur als Wettbewerb, sondern auch als öffentlicher Resonanzraum: Er schafft Öffentlichkeit für künstlerische Arbeit, stärkt diese und trägt zur Anerkennung unterschiedlicher Arbeitsrealitäten im Jazz bei.

Preisverleihung im Congress Centrum Bremen am 25. April 2026
Höhepunkt des Deutschen Jazzpreises 2026 ist die Preisverleihung am 25. April 2026 im Congress Centrum Bremen. Musiker:innen, Kurator:innen, Journalist:innen und weitere Akteur:innen der Szene kommen dort zusammen, um zeitgenössischen Jazz in seiner Vielfalt, Offenheit und gesellschaftlichen Bedeutung zu würdigen. Die Verleihung bietet Raum für Begegnung, Austausch und gemeinsames musikalisches Erleben.

Weitere Informationen unter www.deutscher-jazzpreis.de

Fachjurymitglieder des Deutschen Jazzpreises 2026:

  • Vincent Bababoutilabo – in Berlin lebender Musiker und Autor
  • Henrietta Bauer – Labelinhaberin Bretford Records, Musik-Managerin, Konzertveranstalterin/Bookerin
  • Shannon Barnett – Musikerin / Professorin
  • Maxi Broecking – Journalistin, Autorin (ZEIT, Tagesspiegel, Taz, Jazzthing) , Referentin (Columbia University, HCA), Kuratorin, Publizistin
  • Martin Brugger – Musiker und Produzent, Mitgründer von Squama Recordings
  • Janis Burley Wilson – Präsidentin des August Wilson African American Cultural Center, Gründerin und Direktorin des Pittsburgh International Jazz Festival
  • Shannon Effinger – Autorin / Journalistin
  • Natalie Greffel – Musikerin und Kuratorin des XJAZZ! Festival
  • Sebastian Hecht – Kulturmanager und Kurator
  • Julia Hemmerling – Journalistin
  • Anja Illmaier – Verein Freund*innen für Irène Schweizer, bis 2026: Intakt Records, Leitung Taktlos Festival
  • Dhanesh Jayaselan – Creative Director, Produzent & Kulturkurator
  • Wolf Kampmann – Musikjournalist, Buchautor, Hochschullehrer 
  • Karen Kennedy – Artist-Manager, Präsidentin und Gründerin 24 Seven Artist Development
  • George Lewis – Komponist, Professor für Musik an der Columbia University, Künstlerischer Leiter des International Contemporary Ensemble
  • Edna Martinez – Musik Kuratorin, DJ & Producer
  • Ella O’Brien-Coker – Musikerin, Musikwissenschaftlerin, Managerin
  • Max von Pretz – Co-künstlerischer Leiter beim Südtirol Jazzfestival Alto Adige und künstlerischer Leiter Jazzprogramm Dekadenz Brixen
  • Isumi Rögner – Kultur- und Tourmanagerin, Dramaturgin. Produktionsleitung und gemeinsame Kuration mu/niq jazz Festival (niq kollektiv)
  • Taiko Saito – Marimba- & Vibraphonist:in, Komponist:in
  • Daniela Siemon – Inhaberin Der Promotor
  • Anton Teichmann – Labelinhaber / Artist Manager
  • Alfred Vogel – Schlagzeuger, Kurator (Bezau Beatz), Labelgründer (Boomslang Records)
  • Dennis Wiesch – Dramaturgie und Projektentwicklung bei der Monheimer Kulturwerke GmbH
  • Jordan White – Gitarrist, Komponist, Kurator, Lehrer

Sonderjurymitglieder des Deutschen Jazzpreises 2026:

  • Django Bates – Pianist, Althornspieler, Komponist, Pädagoge und Professor für Jazz an der Hochschule der Künste Bern
  • Charlotte Greve – Musikerin & Komponistin
  • Diego Piñera – Schlagzeuger, Komponist, Arrangeur
  • Rebecca Trescher – Komponistin, Klarinettistin, Bandleaderin
  • Gebhard Ullmann – Musiker (Holzblasinstrumente) und Komponist

Für weitere Informationen:
Laila Bahaaeldin | macheete
E-Mail: presse@macheete.com